26.467 Straftaten wurden allein im Jahr 2024 in Bayern an der Tatörtlichkeit „Asylbewerberunterkunft“ registriert. Darunter befinden sich 24 Straftaten gegen das Leben, also Mord und Totschlag. Die Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Franz Schmid schlüsselt diese Straftaten nach Landkreisen und kreisfreien Städten auf.

Mehr als neun von zehn Straftaten in Asylbewerberunterkünften im Regierungsbezirk Oberfranken entfallen auf Bamberg. Dort wurden im Jahr 2024 insgesamt 5.955 Fälle registriert.

Im bayernweiten Vergleich fällt Bamberg deutlich auf: In anderen großen Städten und Landkreisen mit großen Asylunterkünften wurden deutlich geringere Zahlen registriert, etwa 3.204 Fälle in München, 2988 im Landkreis Schweinfurt, 1.852 Fälle in Regensburg, 1.797 Fälle im Landkreis Deggendorf oder 783 Fälle in Augsburg. Damit liegt Bamberg deutlich über vielen anderen Städten und Landkreisen in Bayern.

Das zeigt: Wo eine große Asylbewerberunterkunft errichtet wird, sind zusätzliche Polizeieinsätze und Kriminalität vorprogrammiert.

Außerdem registrierte die bayerische Polizei im Jahr 2024 insgesamt 97.058 Fälle, bei denen Asylbewerber (Zuwanderer) als Tatverdächtige genannt wurden. Nicht mitgezählt wurden dabei eingebürgerte Personen oder Ausländer, die keine Asylbewerber sind.

In Anlage 2 kann man die Zahlen nach einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten sehen.

Link zur schriftlichen Anfrage